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Trauerbewältigung


Wie man mit der Trauer umgeht, dafür gibt es kein Rezept. Ob jemand sein Kind verloren hat, ein Angehöriger durch Unfall oder Suizid plötzlich aus dem Leben scheidet oder der Tod nach schwerer Krankheit eine Erlösung darstellt – das Ausmaß des Schmerzes der Angehörigen können Außenstehende nur erahnen. Psychologen sprechen von den verschiedenen Trauerphasen, die individuell mehr oder minder stark ausgeprägt und auch unterschiedlich lang sein können. Nach dem plötzlichen Ableben stehen die Angehörigen zunächst unter Schock, empfinden Ohnmacht über das Unfassbare, sind von der Trauer überwältigt. Wenn sie dann ihr Leben ohne den/die Verstorbenen neu ordnen, wird ihnen der große Schmerz über den Verlust häufig noch einmal so richtig bewusst.

Trauerbewältigung ist Arbeit. Mancher schafft es allein, indem er sich Hals über Kopf in berufliche und gesellschaftliche Aufgaben stürzt, andere fühlen sich der Situation hilflos ausgeliefert, suchen kirchlichen Beistand oder psychologischen Rat. Wer in dieser Lebenskrise das Bedürfnis hat, sich anderen Menschen zu öffnen, der findet in ehrenamtlich organisierten Trauerkreisen Ansprechpartner.

Haus des Abschieds
Goethestraße: 1
15890 Eisenhüttenstadt
Telefon: 03364 / 769292
E-Mail: info@hausdesabschieds.net

Johanniter- Unfall- Hilfe e.V.
Regionalverband Oderland- Spree
Ambulanter Hospizdienst
Karl-Marx-Straße 35c
15890 Eisenhüttenstadt
Tel.: 03364/4589375
Mobil: 0173/6193347
Web: www.johanniter.de/rv-odls

Das Gespräch mit anderen Betroffenen trägt dazu bei, wieder den Weg in den Alltag zu finden, es hilft auch zu akzeptieren, dass so manche Frage unbeantwortet bleibt. Das Thema Tod ist in unserer Gesellschaft leider allzu sehr mit Tabu behaftet. Aus Berührungsängsten fällt es Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen und Bekannten oft schwer, mit den Angehörigen umzugehen. Dabei wollen die meisten Trauernden überhaupt nicht in Watte gepackt werden. Dass Außenstehende aus Angst, etwas falsch zu machen, Trauernde meiden oder gar unbewusst ausgrenzen, empfinden diese als eine zusätzliche, schmerzliche Belastung. Trauernde können deshalb auch von sich aus ihrer Umwelt signalisieren, wie lange sie in der ersten Phase des Schmerzes in Ruhe gelassen und wann sie gern wieder in den Alltag integriert werden möchten.

Trauerarbeit ist wie das Durchschreiten eines Tales, an dessen Ende die Hinterbliebenen Dankbarkeit dafür empfinden, dass sie mit der/dem Verstorbenen ein Stück Lebensweg gemeinsam gehen konnten. Trauer verändert sich. Trauerbewältigung kann Jahre dauern. Mancher denkt schmerzlich an den Tod eines geliebten Menschen, obwohl er/sie den Verlust längst überwunden glaubte. Das Trauerjahr – auch wenn man nicht die ganze Zeit schwarz tragen muss – fördert die Bewältigung der Trauer. Angehörige erleben den Jahreszyklus mit Feiertagen, Geburtstagen und besonderen persönlichen Anlässen zum ersten Mal ohne die/den Verstorbenen.

"Gespräche in einem ganz persönlichen Rahmen oder in Gemeinsamkeit mit anderen Trauernden, können Ihnen dabei behilflich sein, Ihre eigene Trauer zuzulassen, zu verstehen und somit auch zu verarbeiten. Haben Sie Mut und stellen Sie sich Ihrer Trauer. Sie ist ein wichtiger, wenn nicht sogar sehr wertvoller Teil in Ihrem Leben, denn Trauer sollte man ausleben, um wieder zum Leben zurückzufinden."

" Man stirbt, wie man lebte;
Das Sterben gehört zum Leben, nicht zum Tod."
(Ludwig Marcuse)

Ihr Redner und Seelsorger
Thomas Henkel
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